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Störungen bei Tiefbrunnenpumpen beheben

Störungen bei Tiefbrunnenpumpen beheben

Reparatur einer Tiefbrunnenpumpe

Es gibt die verschiedensten Störungen, die bei Brunnenpumpen auftreten können. Wir haben Ihnen hier die häufigsten Probleme und Hilfestellungen zusammengefasst, damit Sie Ihre Tiefbrunnenpumpe reparieren können –  sofern das möglich ist.

Kleinere Reparaturen können Sie vermutlich selbst durchführen, Reparaturen an Elektronikbauteilen sollten jedoch nur von einem fachkundigen Elektriker erledigt werden. Brunnenpumpen werden mit 230 oder sogar 400 V betrieben, diese Spannungen sind für den menschlichen Körper lebensgefährlich.

Tiefbrunnenpumpe schaltet nicht ab bzw. läuft immer

Damit eine Brunnenpumpe automatisch abschaltet, sobald kein Wasser mehr läuft, benötigt man einen Druckschalter. Er lässt die Pumpe so lange laufen, bis der Ausschaltdruck erreicht ist. Als Erstes sollten Sie also kontrollieren, welcher Wert hier eingestellt ist und ob der Druck erreicht wird. Die meisten Druckschalter zeigen den Druck über das Display oder ein Manometer an. Zusätzlich sollten Sie kontrollieren, ob es andere Gründe für den Druckverlust wie zum Beispiel eine undichte Stelle in Ihrer Wasserverteilung gibt.

Außerdem sollten Sie kontrollieren, ob der Druckschalter augenscheinlich funktioniert und ob er eine Fehlermeldung von sich gibt. Bei der digitalen Variante wird das meist im Display angezeigt, ein elektrischer Druckschalter besitzt dafür häufig eine rote Leuchte. Falls hier tatsächlich etwas angezeigt wird, sollten Sie in der Bedienungsanleitung des Druckschalters nachsehen um den Grund und die Handlungshilfe herauszufinden.

Wenn Sie immer noch keine Lösung für Ihr Problem haben dann sollten Sie noch Ihre Tiefbrunnenpumpe prüfen. Hier könnten zum Beispiel Laufräder abgenutzt oder defekt sein, womit die Pumpe erheblich an Leistung verloren hätte.

Im Zweifel hilft nur noch ein neuer Druckschalter oder eine neue Tiefbrunnenpumpe.

Tiefbrunnenpumpe läuft nicht an

Es gibt viele Gründe warum eine Brunnenpumpe defekt ist, wenn sie nicht mehr anläuft dann liegt das Problem meist in der Elektronik. Beispielsweise kann in der Tiefbrunnenpumpe oder in der externen Anschlussbox der Thermoschutz, das Schaltrelais oder der Kondensator defekt sein. Diese Bauteile können für gewöhnlich ausgetauscht werden.

In allen anderen Fällen liegt der Defekt meist im allgemeinen Stromkreis oder im Motor der Brunnenpumpe vor. Hier hilft nur der Austausch der alten Pumpe gegen eine neue Tiefbrunnenpumpe oder eine Reparatur von einem professionellen Elektriker.

Tiefbrunnenpumpe zieht kein Wasser

Wenn die Brunnenpumpe nach dem Einschalten zwar läuft aber kein Wasser oder nur wenig Wasser gefördert wird, gibt es in den meisten Fällen eine undichte Stelle in der Wasserleitung oder die Laufräder in der Pumpe sind defekt.

Als Erstes sollten Sie die Wasserleitung kontrollieren, wenn es hier ein Leck gibt dann kann das die Erklärung für das Problem sein. Am besten Sie bauen die Tiefbrunnenpumpe aus und testen sie an der Oberfläche. Sollte sie hier funktionieren gibt es ein Problem in der Steigleitung oder der oberirdischen Wasserverteilung. In diesem Fall müssen Sie die erst die undichten Stellen beheben damit die Wasserförderung wieder funktioniert.

Tiefbrunnenpumpen arbeiten meist mit Laufrädern um das Wasser nach oben zu befördern. Durch Sand oder anderen Teilchen im geförderten Wasser werden die Laufräder abgeschliffen und abgenutzt, dadurch verringert sich die Leistungsfähigkeit der Pumpe. Durch größere Teilchen könnten die Laufräder auch stärker beschädigt worden sein sodass sie inzwischen keine Förderleistung mehr besitzen.

In so einem Fall muss die Tiefbrunnenpumpe ausgetauscht werden, eine Reparatur lohnt sich meist nicht.

Tiefbrunnenpumpe zieht Luft

Falls aus Ihrer Wasserleitung nicht nur Wasser sondern auch Luft kommt beziehungsweise kein konstanter Wasserstrahl entsteht, dann wird durch Ihre Brunnenpumpe wahrscheinlich Luft angesaugt. Da eine solche Pumpe direkt im Wasser hängt, muss und kann sie auch nicht entlüftet werden.

Eine mögliche Ursache kann sein, dass der Grundwasserstand mit der Zeit gesunken ist oder zu dieser Jahreszeit einen niedrigeren Stand hat. Dann schöpft die Tiefbrunnenpumpe nur die obersten Wassermengen ab und es fließt zu wenig Wasser nach. In so einem Fall muss die Tiefbrunnenpumpe tiefer gehängt werden soweit das möglich ist, zum besseren Verständnis empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag Tiefbrunnenpumpe anschließen und einbauen.

Außerdem könnte es auch sein, dass die Tiefbrunnenpumpe zu stark ist und zu viel Wasser auf einmal fördert. Dabei kann das Grundwasser nicht schnell genug in das Brunnenrohr nachfließen und deshalb wird Luft angesaugt. In so einem Fall gibt es nur unbefriedigende Lösungen wie zum Beispiel einen Teil des geförderten Wassers wieder in das Brunnenrohr zurück zu leiten. Die einzig sinnvolle Maßnahme um das Problem langfristig zu lösen ist eine neue Tiefbrunnenpumpe mit niedrigerer Leistung.


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